Erzählcafé mit Iossif und Wera Jessakow

Jossif JessakowDer Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. veranstaltet am 22. September 2016 um 15 Uhr in der Kölner Residenz am Dom ein Erzählcafé. Dort werden Iossif und Wera Jessakow von ihren Verfolgungsschicksalen berichten.

Iossif Jessakow wurde 1938 in Minsk geboren. Nur wenige Tage nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion besetzte die Wehrmacht die Stadt. Es wurde ein Ghetto eingerichtet, in dem bis zu 80.000 Juden leben mussten - darunter auch Iossif Jessakow und seine Mutter. Immer wieder kam es zu Razzien, bei denen tausende Menschen aus dem Ghetto verschleppt und in den Wäldern um Minsk ermordet wurden. Nach der größten dieser so genannten „Aktionen“ im Juli 1942 lebten dort nur noch etwa 9.000 Menschen, die meisten von ihnen wurden bei der Auflösung des Ghettos ermordet. Iossif Jessakow und seine Mutter gehörten zu den wenigen Menschen, denen eine Flucht gelang. Im Mai 1943 schmuggelte Iossifs Vater die beiden mit Hilfe von Partisanen aus dem Minsker Ghetto. 

Wera Jessakow wurde 1937 in Dnepropetrowsk geboren. Gemeinsam mit ihrer Familie musste sie als kleines Mädchen eine lange und entbehrungsreiche Flucht in den Ural auf sich nehmen, um der nationalsozialistischen Verfolgung zu entkommen.

Das Kölner Erzählcafé findet mehrmals im Jahr statt und steht Schulklassen, Jugendgruppen und anderen Interessierten offen. Bei Interesse an einer Teilnahme bittet der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. um eine kurze Voranmeldung unter 0221-179294-0 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Veranstaltungsort:
Residenz am Dom
An den Dominikanern 6-8