Recklinghausen GästeAm 23. November 2016 um 14 Uhr wird der Shoah-Überlebende Boris Genkin im Erzählcafé des Bundesverbands Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. von seinem Verfolgungsschicksal berichten. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Evangelisch-Methodistische Kirche in der Limperstr. 34 in 45657 Recklinghausen statt.

Boris Genkin wurde 1930 in der Stadt Kharkiw in der Ostukraine geboren. Im September 1941 musste sich der damals Elfjährige mit seiner Mutter und Großmutter auf eine entbehrungsreiche Flucht vor den anrückenden deutschen Truppen begeben.

Per Güterwaggon floh die Familie zunächst in die Stadt Engels und dann weiter nach Stalingrad. Von dort mussten sie vor den Bombardierungen durch die deutsche 6. Armee weiter nach Kasachstan fliehen.

In Recklinghausen treffen sich seit Februar 2015 einmal im Monat NS-Verfolgte im geschützten Rahmen eines Begegnungscafés. Das öffentliche Erzählcafé findet mehrmals im Jahr statt und steht Schulklassen, Jugendgruppen und anderen Interessierten offen. Bei Interesse an einer Teilnahme bittet der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. um eine Voranmeldung unter 0221-179294-0 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Das Projekt wird von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert.