Mariya Neimann webAm 15. November 2018 um 19 Uhr wird die Shoah-Überlebende Mariya Neimann in der Aula des Hansa-Gymnasiums von ihrem Verfolgungsschicksal berichten. Das Hansa-Gymnasium veranstaltet die Zeitzeugenbegegnung in Kooperation mit dem Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. Einführend werden Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Gedenkstättenfahrt nach Berlin, Auschwitz und Krakau präsentieren. Das Zeitzeugengespräch mit Mariya Neimann wird Vanessa Rex moderieren, die auch das Kölner Erzähl- und Begegnungscafé für NS-Verfolgte für den Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. leitet.

Mariya Neimann wurde 1930 in Borissow im heutigen Weißrussland als eines von vier Kindern in eine jüdische Familie geboren. Im Juli 1941 nahmen deutsche Truppen die Stadt ein. Die Besatzer errichteten ein Ghetto, in das 7.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder eingepfercht wurden. Zwei Monate später wurden die Insassen bei der gewaltsamen Auflösung des Ghettos ermordet. Mariya Neimann ist eine der wenigen Überlebenden dieses Massakers. Gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester und ihrem Vater konnte sie sich während der Auflösung des Ghettos in einem Keller verstecken. Der Mutter gelang es noch, die Tür des Verstecks mit einem Teppich zu tarnen, dann holten SS-Männer sie und die drei weiteren Geschwister ab. Mariya sollte sie nie wiedersehen.

Veranstaltungsort:
Aula des Hansa-Gymnasiums
Gereonsmühlengasse 4
50676 Köln