leybova klava

„Damals sprach niemand offen darüber, wie gefährlich es für jüdische Familien war, in Kiew zu bleiben. Niemand sprach darüber und das ist eine große Schuld“, sagt die Shoah-Überlebende Klava Leybova.

Klava Leybova wurde 1939 in Kiew geboren. Ihre Familie, wie auch alle anderen jüdischen Bürger, ahnten nichts von der herannahenden Bedrohung in Gestalt der Deutschen. Aber ihr Vater gehörte zur Roten Armee und war als Soldat besser informiert als der Rest der Bevölkerung. Er warnte seine Familie und die Nachbarschaft vor den Deutschen.
Fluchtartig mussten Klava, ihre Großmutter, Mutter und Schwester die Stadt verlassen. Alles musste zurückgelassen werden, sie stiegen in einen Güterzug und fuhren los. Ihr Ziel war Stalingrad.

Klava erinnert sich, dass der Zug bombardiert wurde. Sie erinnert sich an ihre Angst und an ihre Schreie als sie glaubte, die Mutter in den Wirren der Flucht verloren zu haben. Sie erinnert sich an ihre kleine Notunterkunft in Stalingrad und an das erneute Aufbrechen und alles hinter sich zu lassen, weil der Krieg herannahte.

Klava erinnert sich und erzählt ihre Geschichte am 4. März 2020 um 15 Uhr im Düsseldorfer Erzählcafé des Bundesverbands Information & Beratung für NS-Verfolgte. Es handelt sich hierbei um einen öffentlichen Vortrag, zu dem der Verband alle Interessierten herzlich einlädt.

Das Projekt wird von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) gefördert und mit Unterstützung der AWO Düsseldorf durchgeführt.

 

Veranstaltungsort:
„zentrum plus“ der AWO Altstadt
Kasernenstr. 6
40213 Düsseldorf

Pressekontakt:
Milena Rivera
Tel. 0221-179294-12
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